Natascha Kohnen: CSU-Jubel Ausdruck neuer Bescheidenheit

20. April 2012

Zum Jubel Horst Seehofers über die jüngste EMNID-Umfrage erklärt die Generalsekretärin der BayernSPD, Natascha Kohnen: Heute ist ein historischer Einschnitt in der bayerischen Nachkriegsgeschichte. Zum ersten Mal jubelt die CSU auch noch darüber, dass sie schwächer ist als die Opposition und ihren Traum-Koalitionspartner offensichtlich für immer verloren hat. Ein solches Ausmaß an Bescheidenheit gab es in der einst allmächtigen bayerischen Regierungspartei noch nie.

Wenn SPD, Grüne, Freie Wähler und Piraten auf 47 % kommen, ist der Jubel der CSU über 46 % wahrlich verblüffend. Richtig ist zwar, dass das von uns angestrebte Dreier-Bündnis noch 7 %-Punkte hinter der CSU liegt, aber seit dem letzten Jahr wissen wir, wie stark die Schwankungen bei aktuellen Modeerscheinungen sind. Im vergangenen Sommer haben die selben Meinungsforscher und Publizisten, die jetzt das Rennen für schon gelaufen erklären, noch eine grüne Bundeskanzlerin prognostiziert. Wir wollen nicht bei Meinungsumfragen 17 Monate vor der Wahl gewinnen, sondern am Wahltag im September 2013.

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